


Juckreiz ist ein Symptom für eine Vielzahl von Erkrankungen.
Zu den Hautkrankheiten zählen unter anderem trockene Haut, Sonnenbrand, Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte, Ekzeme, Virusinfektionen wie Windpocken oder Pilzinfektionen und Allergien bzw. Unverträglichkeiten.
Erkrankungen innerer Organe, bei denen sich keine Hautveränderung zeigt, machen sich ebenfalls durch Juckreiz am ganzen Körper bemerkbar: Neben Nierenschwäche, Diabetes, Leukämie, Krebstumoren zählen Leber-, Schilddrüsen-, Rheuma- und Gelenkerkrankungen oder Psychosen dazu.
Oft tritt der Juckreiz bereits einige Zeit vorher auf, bevor andere Anzeichen einer Erkrankung festgestellt werden. Hält er mehrere Wochen an, spricht man vom chronischen Juckreiz.
Zunächst wird die dem Juckreiz zugrundeliegende Erkrankung behandelt. Wenn diese ausgeheilt ist, klingt meist der Juckreiz ab.
Es kommen die folgenden Therapien in Betracht:
Cremes, Lotionen, Salben als Soforthilfe.
Tritt der Juckreiz auf, sollten die Hautpartien mit Lotionen, Cremes oder Salben behandelt werden. Diese lindern den Juckreiz und werden speziell auf den Hauttyp (zum Beispiel trockene oder empfindliche Haut) abgestimmt. Insbesondere bei Neurodermitis, Ekzemen oder Schuppenflechte unterstützt eine konsequente Hautpflege dabei, die Haut nachhaltig zu schützen und die Symptome beim nächsten Krankheitsschub zu lindern.
Medikamente.
Medikamente behandeln die zugrundeliegende Erkrankung, entweder zeitlich begrenzt (zum Beispiel bei manchen Allergien, Ekzemen) oder langfristig (wie bei chronischen Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, Rheuma). Viele Medikamente hemmen die Entzündungen, die zum Juckreiz führen, sodass er oftmals vollständig abklingt.
Was Sie gegen Juckreiz tun können:
Lotionen, Cremes, Salben.
Zur Linderung des Juckreizes hilft das Eincremen mit Lotionen, Salben oder Cremes.
Verwendung von Decken, Kratzkissen, Tragen von Handschuhen.
Kratzen Sie nicht mit den Fingern, sondern verwenden Sie Kratzkissen, Decken oder Ähnliches. Dies ist sanfter und schont die Haut. Da Kratzen ein Reflex ist, können Sie es vor allem nachts nicht beeinflussen. Handschuhe, beispielsweise aus Baumwolle, verhindern, dass Sie nachts die Haut aufkratzen.
Stressabbau.
Stress trägt dazu bei, dass sich der Juckreiz verstärkt. Durch Maßnahmen (autogenes Training, Yoga, Akupunktur) lässt sich ein entspannter Umgang mit Stress erlernen.
Fingernägel kurz schneiden.
Kurze Fingernägel können helfen, die Haut zu nicht zu stark aufzukratzen.
Weil Juckreiz bei einer Vielzahl von Erkrankungen auftritt, sind eine fachübergreifende Behandlung und eine enge Absprache zwischen verschiedenen Behandlern notwendig (neben Dermatologen Ärzte für innere Medizin, Neurologen, Psychologen, Gynäkologen, Kinderärzte und weitere).
